About Seed Funding & Financing Archive

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Die Startup-Szene braucht neue Finanzkonzepte

Als Abwechselung zu den “Kandidaten im Interview” haben wir im Folgenden noch ein Interview mit Christian Mueller, Leiter Social Media Marketing bei der Fidor Bank AG. Die Fidor Bank unterstützt die Seedlounge seit dem ersten Event in München im Januar 2011. Auch wenn anders als die meisten Kandidaten der Seedlounge aufgestellt – so ist die Fidor Bank doch unter die Kategorie “Startup” einzuordnen. Neben dem Kriterium “jung” gilt hier vor allem auch das Merkmal “andersartig”, womit das Geschäftsmodell der Fidor Bank zu kennzeichnen ist. Denn die Bank versucht einen neuen Weg im Bereich der Finanzdienstleistungen zu beschreiten.

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Was steckt hinter den hohen Startup-Finanzierungen in den USA?

Im Rahmen unserer Vorbereitungen zur kommenden Seedlounge in Hamburg haben Lutz und ich auch eine Twitter-Suche auf den Begriff “Seed Funding” angelegt. Unter diesem Begriff kommen regelmäßig Meldungen zu den Finanzierungssummen von US-Startups, die aber weit weg von hiesigen Verhältnissen sind.

Auf unserer FB-Seite haben wir dann mal die Frage gestellt – worin sich die überhaus hohen Finanzierungsbeträge bei US-Startups begründen, die via Twitter immer wieder veröffentlicht werden? und dabei die nahezu einstimmige, aber komplett nicht-repräsentative Meinung erhalten, dass die US Investoren gegenüber hiesigen Investoren das Potential des Seed-Fundings besser verstehen.

(Quelle: http://www.facebook.com/home.php?sk=question&id=180751981981722&qa_ref=ssp)

Die Gründe hierfür sind natürlich nicht pauschal mit dem “Nicht-Verständnis” zu erklären. Unser Jury-Mitglied Nicolas L. Fromm (The MediaLab / @NicolasFROMM) sieht vor allem die hohe Risikoaversität in Deutschland als Hinderungsgrund in der Frühphasenfinanzierung und damit natürlich auch in der Förderung von innovativen Geschäftsmodellen. “In den USA erhält man gerne einmal für ein reines Konzept (pre Launch) 2-3 Mio Funding, in Deutschland vielleicht gerade mal 500 TSD EUR. Das ist natürlich je nach Thema sehr unterschiedlich…..”, so die Aussage von Nicolas L. Fromm.

Ein anderes befragtes Jury-Mitglied, Sarik Weber von Hanse Ventures (@Sarik), wird da noch etwas präziser in der Begründung:

Die US-amerikanische Start-up-Branche unterscheidet sich in verschiedenen Faktoren von der Situation hier in Deutschland, die Auswirkungen auf die Höhe der Seedfinanzierung haben. Generell wird in den USA mehr investiert und auch Anschlussrunden – und nicht zu vergessen die Exits – sind dort in der Regel höher, weil die USA einen größeren und gleichzeitig besser skalierbaren Markt darstellen. Verglichen mit den USA sind europäische Investoren konservativer und agieren zudem auf einem kleineren, heterogenen Markt, der so nicht 1:1 auf die Situation in den USA übertragbar ist.

Was ist die Konsequenz bzw. der Rückschluss für den Gründer bzw. das Gründungsteam? Insbesondere da Deutschland keine ausgewachsenen Startup-/Technologie-/Innovations-Cluster wie das Silican Valley besitzt (siehe auch auch die Bedeutung der “Location” im Vortrag von Naval Ravikant ) braucht es ein gutes Netzwerk um an das richtige Seed-Kapital zu gelangen. Die Bedeutung der “Knüpfung wichtiger Kontakte” bestätigt uns auch Sarik Weber und fügt hinzu, “dass Gründer in Deutschland insbesondere die Möglichkeit haben, über die Seedfinanzierungssumme hinaus wertvolle Unterstützung zu erhalten - Stichwort ‘Smart Money’.  Hier hat sich mittlerweile ein Netz von erfahrenen Business Angels und Inkubatoren entwickelt, das Gründer nicht nur mit Geld sondern mit vielen Elementen der unternehmerischen Erstausstattung versorgen kann. Dazu gehören wichtige Kontakte, Branchenwissen und persönliche Erfahrungswerte”.

Auch wir sehen die Bedeutung der Vernetzung für die Förderung innovativer Unternehmensgründungen und versuchen mit dem Seedlounge-Projekt und seinen Events dazu beizutragen. In diesem Sinne freuen wir uns sehr auf die Veranstaltung am kommenden Mittwoch.

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So you want to raise seed capital… – Tipps von Chris Dixon

Bei der Twitter-Recherche für unsere Kandidaten-Liste sind wir gerade über einen interessanten Beitrag von Chris Dixon auf CNN Money gestolpert, in dem ein paar Tipps zum Seed-Fundraising stehen, die ich hier gerne teilen möchte:

1. Best thing is to either never need to raise money or to raise money after you have a product, users, or customers.

2. Assuming that’s not the case, it is very difficult to raise money, even when people (e.g. press) are saying it’s easy and “everyone is getting funded.”

3. Fundraising is a momentum-based process. Hardest part is getting “anchor” investors.

4. Investors like to wait (“flip another card over”) while you want to hurry.

5. Network like crazy!

6. Get smart on the industry!

6. How much to raise? Enough to hit an accretive milestone plus some buffer.

7. What terms should you look for? Here are ideal terms.

8. Types of capital: Strategic angels (industry experts), non-strategic angels (not industry experts, not tech investors), tech angels, seed funds, VCs.

9. Pitching: Be prepared!

10.  Cofounders: They are good if for no other reason than moral support. Find ones that complement you.

11. Incubators like YC and Techstars can be great. 99% of the people I know who participated in them say it was worth it.

12. To investors, the sexiest word in the English language is “oversubscribed.” Sometimes it makes tactical sense to start out raising a smaller round than you actually want end up with.

Quelle: So you want to raise seed capital… – Term Sheet.

Was haltet Ihr von den Tipps? Was gibt es da noch zu ergänzen?