About Author: Bjoern Negelmann

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Das finale Seedlounge Accelerator Programm im Überblick

Die Spannung steigt – insgesamt 10 Teams sind in die finale Auswahlrunde für die Seedlounge @ CeBIT Webciety (Pitch & Accelerator Programm) gekommen. Diese müssen nun noch ausführlichere Informationen zu Geschäftskonzept, der angestrebten Strategie, dem Team und Ihrer Motivation bereitstellen. Auf Basis dieser Information wird dann in den nächsten Tagen zusammen mit der Jury-Mitgliedern unserer Partner die Wahlder Kandidaten getroffen.

Auch die Organisation des Accelerator Programms geht in die heiße Phase – der Wochenplan ist nun final und sieht wie folgt aus:

Jeder Tag startet erstmal mit einem Workshop im Modul57 – unserem Location-Sponsor am Rande der Innenstadt von Hannover. Den Anfang macht am Montag nachmittag ein Workshop mit Andreas Kurth vom Modul57 und Lena Schiller Clausen vom betahaus Hamburg zur richtigen Ausrichtung des Geschäftsmodells. Am Dienstag gibt es dann eine Pitch-Schulung mit dem HannoverImpuls-Coach Siegfried Langbein. Am Mittwoch gibt Robert Basic Tipps für die richtige Kommunikation über soziale Medien. Am Donnerstag rücken die Teams zusammen mit Sarik Weber von HanseVentures ihr Markt- und Wettbewerbskonzept ins rechte Licht. Am Freitag diskutiert Dirk Weipert von TheMediaLab die rechtlichen Fallstricke im Beteiligungsprozedere. Die Woche wird am Samstag von einem Workshop mit nordmedia und Seedmatch.de zu den Herausforderungen im Crowdfunding abgeschlossen.

Nachmittags haben die Kandidaten-Teams jeweils verschiedene Termine auf der CeBIT. Neben der Erstellung von Pitch-Videos, Übungs-Pitch-Events im Rahmen der “People In Beta”-Area oder der CeBIT Webciety stehen hier auch verschiedene Vortrags- und Networking-Termine auf dem Plan.

Wir drücken allen Teams für die finale Auswahlrunde die Daumen.

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Noch ein paar Last-Minute-Tipps zur Seedlounge-Bewerbung 2012

Die Vorbereitungen zur Seedlounge @ CeBIT Webciety 2012 laufen bereits auf Hochtouren. Der Bewerbungsschluss ist am Freitag, 24.2.2012. Das Team wie auch unsere Partner sind allesamt gespannt auf interessante und ereignisreiche Tage in Hannover. Der Wochenplan wird immer kompakter und hat nun noch ein paar weitere Pitch-Möglichkeiten erhalten: Im Rahmen einer Partnerschaft mit dem betahaus-Coworking-Space auf der CeBIT 2012 wird es nun – zusätzlich zur Teilnahme- und Pitchmöglichkeit bei der Jubiläumsveranstaltung des IBM Global Entrepreneur Programm und natürlich unserem eigenen Seedlounge Pitch-Finale am Samstag – noch einen weitere öffentliche Präsentationsmöglichkeit geben. Das Wochenprogramm für die Seedlounge-Kandidaten wird damit dicht gepackt mit Networking-Events, Workshops und Pitches sein. (Das finale Programm wird am Mittwoch veröffentlicht!)

Andreas Kurth, Verantwortlicher des Modul57, dem Location-Sponsor unseres Programms, bringt unsere aller Erwartungen für die Woche in seinem Interview mit Roland auf den Punkt:

Am Ende werden sie [Anm. der Red: die Startups] auf eine ereignisreiche Woche zurückblicken, die viele ihrer Freunde und Bekannte nie erleben werden. Die haben nämlich nicht den Hintern hoch gekriegt und sich angemeldet, um ihre eigene Geschäftsidee auf der Bühne vorzustellen. Dafür schon jetzt meinen Respekt.

Das sollte alle ermuntern, die sich bis dato noch nicht beworben haben. Ihr könnt nur gewinnen – auch wenn Ihr nicht in das Programm kommt, dürfen die Bewerber zu den von uns organisierten Networking-Events teilnehmen. Hier aber nochmals ein paar Kriterien bzw. Tipps zur Bewerbung:

Was suchen wir und unsere Jury für die Seedlounge?

Wie in den Ausschreibungsunterlagen dargelegt, suchen wir spannende web-basierte Geschäftsmodelle, die in einer Frühphase der Geschäftsentwicklung stehen. Habt Ihr also ein Konzept für einen neuen B2C/B2B/C2C oder sonstigen Dienst, ein Kernteam (die die Umsetzung des Konzeptes konkret verfolgen), eine Bewertungsvorstellung (die für ein Frühphasen-Projekt angemessen ist) und seid Ihr „heiß“ Eurer Konzept erfolgreich im Markt zu platzieren? Dann seid Ihr richtig und habt durchaus Chancen für eine Teilnahme.

Wie sollten sich Startups bewerben?

Im ersten Schritt müsst Ihr „nur“ unser Formular ausfüllen – oder (sofern Ihr im Stealth-Mode seid) uns kontaktieren! Dann erhaltet Ihr einen ausführlichen Bewerbungsbogen, den Ihr uns nach besten Wissen ausfüllen müsst. Dabei geht es um eine möglichst sachliche Darstellung Eurer Geschäftsidee und Strategie – mit möglichst wenig Superlativen! Ferner müsst Ihr uns dann auch versichern, dass Ihr definitiv an der Woche und dem Programm teilnehmen wollt!

Wie werden die Kandidaten ausgewählt?

Die Auswahl erfolgt über einen zweistufigen Prozess – im ersten Schritt sortieren wir vor und lassen dann noch unsere Jury aus Vertretern von HannoverImpuls, Hanse Ventures, IBM Global Entrepreneur Programm, Nordmedia, Seedmatch und TheMediaLab drüberschauen und bewerten. Auch hier gilt, dass die Jury-Mitglieder sich wenig durch „Hochstapelei“ beeindrucken lassen, sondern sachdienliche Belege für die Aussagen sehen möchten. Niemand erwartet da eine Vollständigkeit der Antwort – ein Eingeständnis, dass die eine oder andere Frage noch detaillierter ausgearbeitet werden muss und man deshalb am Accelerator Programm mitmachen will, hilft mehr als eine inhaltsleere Darstellung von bloßen Annahmen.

 

Wir freuen uns über Eure Bewerbungen.

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Seedlounge @ CeBIT Webciety in Vorbereitung!

In den kommenden Wochen kehren wir mit einem neuen, spannenden Seedlounge-Projekt zurück. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren – soweit kann schon gesagt werden: Wir nutzen wieder die Bühne der CeBIT Webciety für einen spannenden Seedlounge Event am 10.03. und ergänzen dies um ein noch spannenderes “Mini-Accelerator-Programm” während der CeBIT Woche. Das Programm bietet eine Reihe von Workshops mit renommierten Experten zu Fragen des “Business Model Generation”, “IT Assement”, “Market Due Diligence”, “Finanzierung”, “Rechtliche Frage der Investorenbeteiligung”, “Social Media Kommunikation” und “Pitch-Beratung”. Ferner viele exklusive Networking-Events in der Woche vom 05.-10. März 2012.

Stay tuned for more – oder bewerbt Euch direkt unter http://seedlounge.com/idee-konzept/aufnahmeantrag/

Bildrechte: Vesna Gudlin

Eindrücke von der letzten Seedlounge @ CeBIT Webciety von Vesna Gudlin.

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Interview mit Matthias Hornberger von Kizoo

Wie bewerten Sie die Möglichkeiten für die Frühphasen-Finanzierung in Deutschland?

Das kommt auf die Perspektive an. Als Investor mit Branchenerfahrung sind die Potentiale sehr attraktiv. Aus Gründersicht sind die Möglichkeiten gerade in der typischen Investitionsbandbreite von € 0,5 bis 1 Mio. immer noch limitiert, da sich Business Angels in der Größenordnung selten bewegen und klassische VCs eher siebenstellige Investments suchen. Diese Lücke füllen, neben dem sehr wichtigen HTGF, zunehmend ehemalige Unternehmer, sogenannte “Super Angels”, die innovativen Konzepten und mit kleinen, schlagkräftigen Einheiten aktiv sind. Ich denke da an Point Nine Capital, Passion Capital, HackFwd, Hanse Ventures oder auch wir Kizoo Technology Ventures. Zudem gibt es einige neue, lokal geförderte Fonds, z.B. in Hamburg und München. Für Gründer sollte es also gut möglich sein, eine Finanzierung zu erhalten – die Marktentwicklung ist eindeutig positiv.

Wo sehen Sie interessante Investionsfelder als Investor in Deutschland?

Wir bei Kizoo sind seit Anfang des Jahres besonders fokussiert auf Software-as-a-Service-Lösungen. In diesem Bereich sehen wir hervorragende Perspektiven. Wir gehen davon aus, dass in Deutschland in den nächsten Jahren ein Großteil der Unternehmenssoftware nicht mehr lokal auf PCs oder Servern installiert sein wird, sondern ganz selbstverständlich als Software-as-a-Service in Anspruch genommen werden wird. Aber auch im Umfeld der mobilen und webbasierten Dienste für Endkunden sehen wir noch Potentiale, z.B. im Crowd Sourcing oder bei Collaboration Services.

In welcher Funktion sehen Sie den Investor in der Frühphase eines Startups?

Der Investor sollte als Sparringspartner agieren, für das Geschäftsmodell, die Positionierung, den Markteintritt und das Business Building. Im Idealfall ist der Investor – so zumindest ist unsere Philosophie – nicht nur reiner Geldgeber, sondern kann den Gründern auch mit entsprechendem Know-how aus eigener unternehmerischer Historie weiterhelfen. Dennoch sollten immer die Gründer diejenigen sein, die ihre Vision und ihre Geschäftsidee vorantreiben. Der Investor sollte beratend zur Seite stehen und kann natürlich – was gerade in der Frühphase eines Startups sehr wichtig sein kann – mit seinem Netzwerk entsprechend Hilfestellung geben.

Wie weit muss Ihrer Ansicht nach das Konzept des Startups ausgereift sein, um finanziert zu werden?

Für uns als VC braucht es in jedem Fall mehr als einen Businessplan. In der Regel wollen wir einen Prototypen sehen, einen klickbaren Dummy oder sonstige Mock-ups, die erkennen lassen, wie das Produkt sich “anfühlt”. Wir müssen sehen können, dass das Team in der Lage ist, ihr Geschäftsmodell soweit auch technisch umzusetzen. Natürlich muss auch das Team weitgehend komplett sein.

Welche “Zutaten” machen für Sie ein gutes Startup aus?

Die Zutaten sind bekannt: Ein gutes Team, eine gute Idee und vor allem die Leidenschaft für das eigene unternehmerische Tun. Dabei muss das Team immer bereits sein, das Konzept und sich selbst in Frage zu stellen und immer wieder neue Wege zu gehen.

Wo sehen Sie für sich als Investor das größere Potential: im disruptiven Konzept oder in der graduellen, dafür aber greifbaren Innovation?

Man muss nicht immer das Rad neu erfinden. Sicher gibt es viele Konzepte, die auf Bekanntem aufsetzen und deren Marktchancen sicher dadurch auch einfacher einschätzbar sind. Andererseits sind es natürlich gerade die disruptiven Konzepte, die spannend sind – nehmen wir das Thema Cloud Computing. Das löst jetzt die fest installierte Software nach und nach immer mehr ab. Vor Jahren hätte niemand gedacht, dass man selbst sensible Daten in der Cloud speichern wird. Sicher gibt es da aktuell auch noch Bedenken (Abhängigkeit von externen Anbietern, Schutz von vertraulichen Unternehmensdaten etc.), aber fest steht, dass es hier auch weiterhin starke Zuwächse geben wird. Disruptiv oder nicht – das Geschäftsmodell und die Marktchancen müssen uns überzeugen.

Welche Bewertungshöhe ist für die Frühphasen-Finanzierung eines Projektes akzeptabel?

Da gibt es kein festen Regeln und vor allem keine anerkannte Methode, wie DCF oder Multiples. Für uns sind zwei Dinge entscheidend: das Management Team muss eine klare Mehrheit behalten, damit der Unternehmerstatus unterstrichen wird. Wir streben substantielle Minderheitsbeteiligungen, d.h. größer 20% an. Zusammen mit der Investitionssumme ergibt sich daraus ein Korridor, den man ausloten muss. Beide Seiten müssen sich am Ende wohlfühlen.

Welche Exit-Strategien funktionieren in Deutschland?

Bis jetzt eigentlich nur M&A. Erfolgreiche IPOs gab es seit Jahren nicht und der Gang an die Börse bleibt schwer. Management Buy-Outs gibt es bis jetzt praktisch nur bei nicht erfolgreichen Projekten, auch weil die Banken hier kaum finanzieren. Künftig werden wir mehr Secondaries sehen, also Ventures oder ganze Portfolios, die von einem Investor an den nächsten veräußert werden.

Was fehlt Ihnen in der deutschen Startup-Szene?

Es ist zu einfach, auf fehlenden Mut der Investoren und fehlenden Unternehmergeist der jungen Gründer zu verweisen. An was es uns mangelt, ist auf der Investorenseite ein sinnvolles steuerliches Anreizsystem, wie es in anderen europäischen Ländern längst existiert, und etwas mehr Erfahrung bei den Business Angels. Und für die Gründer wünsche ich mir mehr unternehmerische Grundausbildung in der Schule und an den Universitäten und mehr gesellschaftliche Anerkennung des Unternehmers. Jeder Gründer verdient den Erfolg.

Wir bedanken uns recht herzlich für das Interview.

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Was macht den Rockstar-Status aus?

Das Mem vom “Rockstar Startup” ist derzeit in aller Munde – auch wir haben uns diesem in der Ankündigung für die Seedlounge Berlin unterworfen. Was steckt aber dahinter? Und was macht ein “Rockstar Startup” aus? Diesen Fragen möchte ich hier in einer kleinen Beitragsreihe nachgehen.

Als “Rockstars” versteht der englische Zeitgeist gerade die “Überflieger” bzw. “Outperformer” in einem Themenfeld, die es schaffen sich, sich gegenüber ihrem Wettbewerbern abzusetzen und dabei auch noch entsprechend in Szene zu setzen und “abfeiern” lassen. Im Startup-Kontext heißt das, dass “Rockstar Startup” nicht nur eine spannende Idee haben, sondern diese auch erfolgreich auf die “Straße” und zum “Fliegen” bringen können.

Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere die unternehmerischen “Umsetzungskompetenz” des Gründungsteams. Hierzu habe ich vor kurzem einen spannenden Beitrag von Don Rainey von Grotech Ventures aus dem letzten Jahr gefunden. Im Beitrag “5 Characteristics Of A Rockstar Startup CEO” beschreibt er, was Rockstar-Gründer auszeichnet:

  1. They know hope is not a strategy
    Die Rockstar-Gründer vertrauen nicht auf einen positiven Ausgang einer Situation, sondern steuern und garantiern diese!
  2. They don’t inspire litigation
    Die Rockstar-Gründer sind immer abgesichert – und kontrollieren ihre vertraglichen Positionen.
  3. They welcome advice
    Die Rockstar-Gründer hören zu und nutzen Ratschläge und Empfehlungen für ihre Ziele.
  4. They test, test, test
    Die Rockstar-Gründer sind nicht nur vertraglich und rechtlich abgesichert, sondern auch bezüglich ihre Entscheidungsfindung.
  5. And then they execute, execute, execute
    Statt große Worte über das Geplante zu schwingen, setzen die Rockstar-Gründer ihre Entscheidungen auch unverzüglich um.

Bedeutung der Umsetzungskompetenz

Letztendlich sind die Punkte eigentlich “Low-Brainer” – die anders formuliert auch in klassischen Management-Büchern zu finden sind, aber in dieser Auflistung doch eine gewisse Attraktivität besitzen. Am Ende des Tages ist es sicherlich immer das Zusammenspiel von Geschäftsmodell und Umsetzungskompetenz, um ein Startup zum “Fliegen” und damit zum “Rockstar-Startup” zu machen.

 

Folgt man den Feststellungen bedeutet dies aber auch, dass der Gründer bzw. das Gründungsteam die Geschäftsaktivität vollends durchblicken – sprich in allen Einzelheiten und nicht nur in seiner Idee. Dies führt wiederum zur Fragestellung, ob der Gründer eher ein “Generalist” oder “Spezialist” sein muss, um die Geschäftsaktivität erfolgreich zu machen. Im YCombinator-Forum lässt sich zu dieser Fragestellung die Antwort finden, dass der erfolgreiche CEO das Mindset eines Umsetzer haben muss, sowohl “Generalist” als auch in Teilen “Spezialist” sein muss und vor allem ein “Talent Magnet” für die richtigen Team-Mitglieder.

Was ist Eure Meinung zu diesem Thema?

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Seedlounge – das Abenteuer geht weiter!

So – nun ist eine Woche seit der Seedlounge Hamburg rum und die Nachbereitungen fast abgeschlossen. Auch eine Reflexion über das Konzept hat stattgefunden, die wir im Folgenden gerne teilen und zur Diskussion stellen möchten. Schließlich ist für uns der Startschuß für die nächste Veranstaltung in Berlin schon gefallen, was wir in den kommenden Tagen mit Zeitplan auch noch offiziell ankündigen werden.

Hier nun aber die zur Diskussion stehenden Optimierungspunkte:

  • Das Abstimmungsprozedere für die Teilnahme an der Seedlounge muss optimiert werden!
    Ja – wir arbeiten hier an einer Optimierung, so dass ein gut oder schlecht gemeintes “Pushen” eines Kandidaten “weniger” möglich wird. Auch die Informationspolitik zum Abstimmungsverfahren muss noch deutlicher herausgestellt werden! Nur noch einmal zum Festhalten: die All-Time-Votings haben keine Bedeutung außer für die Platzierung im Online-Verzeichnis!
  • Die Einführung des kurzweiligen Pitch-Formates war gut, muss aber weiter verbessert werden!
    Keine der Präsentationen musste sich wirklich verstecken, wenngleich wir die Einhaltung des inhaltlichen Briefings sowie die Performance in Zukunft noch weiter kontrollieren bzw. coachen müssen. Denn es gab durchaus den einen oder anderen Ausfall und den gilt es in Zukunft zu vermeiden. In Zukunft werden wir eine Generalprobe bzw. ein Vorab-Treffen der Kandidaten einplanen, um die Pitches noch weiter zu verbessern. Auch die Länge werden wir von 5 auf 3 Minuten heruntersetzen, denn wer in drei Minuten seine Idee nicht auf den Punkt bringt, wird es auch nicht in 5 Minuten schaffen.
  • Die Zusammenführung von Startuppern und Investoren muss weiter unterstützt werden.
    Sowohl die Kandidaten als auch die anderen teilnehmenden Startupper der Seedlounge taten sich schwer, die Investoren aus den Masse der Menschen zu identifizieren und die Chance zu nutzen, sie anzusprechen. Anders herum bestand auch dieses Problem – wobei hier eine Selektionsunterstützung wohl sehr nutzstiftend wäre. Wie man die optimale Zusammenführung dieser beiden Parteien beim Event noch weiter Unterstützung ist Aufgabe für die nächste Seedlounge. Eine Idee, die von Holger Stollenwerk an mich herangetragen wurde, war, dass Startupper und Investoren unterschiedliche farbliche Auszeichungen auf ihren Schildern erhalten. Das wäre durchaus schon mal eine Verbesserung. Wir grübeln aber noch über Weitere und freuen uns auch über Feedback und Ideen hierzu.
  • Den Investoren einen Online-gestützten Einstieg in den Funding-Prozess geben.
    Gestartet ist die Seedlounge ja mit der Vision die Frühphasen-Finanzierung über einen Crowdfunding-Prozess auf einem Event zu unterstützen. Wir mussten leidvoll erfahren, dass diese Vision so nicht wirklich umsetzbar ist, weshalb wir uns derzeit bei den Events auf die gute Pitch-Show und das Networking beschränken. Die Lösungsvision für das Problem der Frühphasen-Finanzierung wollen und haben wir dennoch nicht aus den Augen verlieren – daher entwickeln wir derzeit an einem weiteren Baustein für unser Online-Portal. Die Frage, die wir uns da aber stellen, wieviel Informationen sind Startups bereit, identifizierten (sprich per Login angemeldeten) Business Angels/Investoren als Dokument zur Verfügung zu stellen? Wer die Informationen einsieht, soll für die Startups transparent dargestellt werden. Also Zahlen sind sicherlich schwierig – aber das Konzept und das Erlösmodell muss sauber dokumentiert sein… wäre das ok?

Es gibt noch viele weitere Ideen, die aber auch bei uns noch nicht komplett ausgegoren sind – bzw. noch im Alpha-Modus und daher nicht diskutiert werden können. Wir freuen uns auch über generelle Vorschläge und Feedbacks.

Und nicht vergessen: Wer in Berlin dabei sein möchte, sollte sich noch heute bzw. bis zum 15. Juli das “Fans & Friends”-Ticket für 15 EUR sichern!

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Seedlounge Hamburg hat gerockt!

Wir sind stolz – auf unsere Kandidaten, unsere Jury und das Publikum bei der gestrigen Seedlounge in Hamburg. Wir fanden es war ein runder Abend mit spannenden und überraschenden Startup-Präsentationen und einer super Stimmung.

Jeder der 12 Kandidaten hätte es verdient in die Finalrunde zu kommen und mit den ausgelobten Preisen von t3n, Hanse Ventures und VentureTV belohnt zu werden. Letztendlich konnte es aber nur drei Finalisten geben und nur einen Abendsieger. Und dieser Titel gebührt Carsten Friedrich vom Team Tripalyzer. Er überzeugte sicherlich durch die fortgeschrittene Ausarbeitung des Geschäftskonzeptes, der Kompetenz für den Markt und der überzeugenden Darstellung.

Team Public Voting Jury Voting Final Rang
Cupcakes Lingerie 3 1 2
Hotelodeo 2 3 3
Tripalyzer 1 2 1

Ein großen Dank gilt es auch an die Tages-Jury bestehend aus Nicolas L. Fromm (The MediaLab), Dennis Kallerhoff (OTTO Group), Tanja Kufner (Fischer Beteiligungsgesell.) und Sarik Weber (Hanse Ventures). Sie trugen mit ihren Fragen und Beurteilungen dazu bei, dass die Seedlounge wieder einmal mehr als nur ein Startup-Pitch war.

Nach dem Event ist immer auch vor dem Event – denn wir sind schon wieder kräftig in den Planungen für die nächste Seedlounge. Dabei soll sowohl das Format als auch der Ablauf des Events aus den Erfahrungen von Hamburg noch verbessert werden. Der Termin ist schon festgelegt – so soll die vierte Seedlounge am 20.10. in Berlin stattfinden und sich dem Schwerpunkt “Neue Entertainment-Konzepte” widmen.

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Drei Tipps für die Darstellung der Geschäftsidee!

flickrpicture by: lutz_ek


Die Seedlounge versteht sich ja als Förderer für mehr bzw. bessere Frühphasen-Finanzierung. In der Diskussion um die Höhe der Seedfinanzierung haben wir ein wichtiges Kriterium für den Finanzierungserfolg vernachlässigt: die Darstellung und die Fundierung der Geschäftsidee. Sicherlich gibt es zu diesem Thema 1000 und 1 Ratschläge, denn ist mir hierzu heute morgen ein interessanter Beitrag von Marcus Tarrant untergekommen, auf den ich hier gerne verweisen und den ich gerne als Vorbereitung für unsere Kandidaten zur Diskussion stellen möchte:

Im Beitrag “Why do most Business Plans Fail to Raise Capital?” adressiert er drei Kernpunkte, denen in schlechten Business Plänen zuwenig Bedeutung zugemessen wird:

  1. Klare Herausarbeitung und Darstellung des Geschäftspotentials hinter der Produkt-/Service-Idee
    Ich weiß selbst aus einem gescheiterten Finanzierungsversuch in der Dotcom-Zeit, wie schnell man als Gründer nur das Produkt und die Lösung vor Augen hat. Die Argumentation gegenüber dem Investor lautet dann, investieren sie in mich/uns, weil unser Produkt/Service das xyz-Problem verbessert oder gar löst. Dieser Punkt ist sicherlich ein wichtiger Ausgangspunkt für ein interessantes Geschäftskonzept, aber nicht notwendigerweise der Garant für den Investitionserfolg aus Sicht des Investors. Wichtiger für ihn (sprich den Investor) ist das Geschäftspotential im Sinne des Wertezuwachses der Unternehmen durch einen schnellen Aufbau einer Nutzerbasis (siehe Twitter und Facebook), durch immense kurzfristig erzielbare Erlösströme (siehe Groupon) oder eine Technologie bzw. Service, der bestehende und bewertbare Wertschöpfungsprozesse in Frage stellt und substituieren kann (siehe Skype). Ein spannendes Tools um die Potentiale eines Geschäftsmodells besser herauszuarbeiten und im Kontext des dynamischen Marktumfeldes ständig “vor Augen zu haben”, ist dabei sicherlich der methodische Ansatz mit dem Business Model Canvas von Alexander Osterwalder. Und um auf Marcus Tarrant hier zurückzukommen: “It is critical that the business model is clearly articulated in terms that the investor can clearly understand.”
  2. Herausarbeitung einer guten bzw. Überdenken einer schlechten Stellung in der Wertschöpfungskette
    In dem zweiten Punkt geht es um die vielfach zu wenig betrachtete Analyse der Position der angedachten Produkt- oder Servicelösung in der jeweiligen Wertschöpfungskette. Gute Geschäftsmodelle kennzeichnen sich durch eine gute Position in dieser Kette – als idealtypisches Modell sieht der Management-Guru Chesbrough ein Konzept, welches auf “open collaborative service innovation” (zwei Zusammenfassungen zu seinem letzten Buch finden sich hier und hier) fußt. Also die zukünftige Wertsteigerung des Geschäftskonzeptes ist nicht durch eigene Mehr-Investitionen in die Ideenfindung und -generierung zu erzielen, sondern durch die Kunden und Nutzer. Oder gar wird das Geschäftsmodell durch die Kunden und Nutzer in der Zukunft vorangetrieben und entwickelt und das Startup bietet dafür nur die Plattform.
  3. Herausarbeitung der Investitionsgelegenheit für die Investoren
    In “gute” Geschäftskonzepte wird sofort (bzw. nach kurzfristiger Prüfung) investiert – warum? Weil sie nach Marcus Tarrant ein “Window of Opportunity” (eine Gelegenheit für die erfolgreiche Umsetzung) darstellen. Und diese Gelegenheit ist in der Regel nicht in der Breite, sondern immer in der Nische zu suchen. Dort können Nutzerversprechen “übererfüllt” werden und damit schnell einmalige Nutzererlebnisse erzielt werden, die zu einer viralen Weiterverbreitung führen. Die Nischenmarktplätze und Mass-Customization-Ansätze der Seedlounge Kandidaten setzen genau in dieser Lücke an und konnten sich deshalb auch mit ihrer Fan-Basis gegenüber andere besser durchsetzen.

Als Fazit und Empfehlung für unsere Kandidaten ist festzuhalten, dass der formulierte Business Plan bzw. auch die Präsentation bei der Seedlounge auch noch einmal aus dem Blickwinkel der Eignung für das Investorengespräch betrachtet werden muss. Die innovative Geschäftsidee und seine formal korrekte Darstellung ist nur hinreichend für den Erfolg, notwendig ist auch, dass es emotional begeistert und für die Investoren vor den oben angeführten Punkten interessant erscheint.

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Was steckt hinter den hohen Startup-Finanzierungen in den USA?

Im Rahmen unserer Vorbereitungen zur kommenden Seedlounge in Hamburg haben Lutz und ich auch eine Twitter-Suche auf den Begriff “Seed Funding” angelegt. Unter diesem Begriff kommen regelmäßig Meldungen zu den Finanzierungssummen von US-Startups, die aber weit weg von hiesigen Verhältnissen sind.

Auf unserer FB-Seite haben wir dann mal die Frage gestellt – worin sich die überhaus hohen Finanzierungsbeträge bei US-Startups begründen, die via Twitter immer wieder veröffentlicht werden? und dabei die nahezu einstimmige, aber komplett nicht-repräsentative Meinung erhalten, dass die US Investoren gegenüber hiesigen Investoren das Potential des Seed-Fundings besser verstehen.

(Quelle: http://www.facebook.com/home.php?sk=question&id=180751981981722&qa_ref=ssp)

Die Gründe hierfür sind natürlich nicht pauschal mit dem “Nicht-Verständnis” zu erklären. Unser Jury-Mitglied Nicolas L. Fromm (The MediaLab / @NicolasFROMM) sieht vor allem die hohe Risikoaversität in Deutschland als Hinderungsgrund in der Frühphasenfinanzierung und damit natürlich auch in der Förderung von innovativen Geschäftsmodellen. “In den USA erhält man gerne einmal für ein reines Konzept (pre Launch) 2-3 Mio Funding, in Deutschland vielleicht gerade mal 500 TSD EUR. Das ist natürlich je nach Thema sehr unterschiedlich…..”, so die Aussage von Nicolas L. Fromm.

Ein anderes befragtes Jury-Mitglied, Sarik Weber von Hanse Ventures (@Sarik), wird da noch etwas präziser in der Begründung:

Die US-amerikanische Start-up-Branche unterscheidet sich in verschiedenen Faktoren von der Situation hier in Deutschland, die Auswirkungen auf die Höhe der Seedfinanzierung haben. Generell wird in den USA mehr investiert und auch Anschlussrunden – und nicht zu vergessen die Exits – sind dort in der Regel höher, weil die USA einen größeren und gleichzeitig besser skalierbaren Markt darstellen. Verglichen mit den USA sind europäische Investoren konservativer und agieren zudem auf einem kleineren, heterogenen Markt, der so nicht 1:1 auf die Situation in den USA übertragbar ist.

Was ist die Konsequenz bzw. der Rückschluss für den Gründer bzw. das Gründungsteam? Insbesondere da Deutschland keine ausgewachsenen Startup-/Technologie-/Innovations-Cluster wie das Silican Valley besitzt (siehe auch auch die Bedeutung der “Location” im Vortrag von Naval Ravikant ) braucht es ein gutes Netzwerk um an das richtige Seed-Kapital zu gelangen. Die Bedeutung der “Knüpfung wichtiger Kontakte” bestätigt uns auch Sarik Weber und fügt hinzu, “dass Gründer in Deutschland insbesondere die Möglichkeit haben, über die Seedfinanzierungssumme hinaus wertvolle Unterstützung zu erhalten - Stichwort ‘Smart Money’.  Hier hat sich mittlerweile ein Netz von erfahrenen Business Angels und Inkubatoren entwickelt, das Gründer nicht nur mit Geld sondern mit vielen Elementen der unternehmerischen Erstausstattung versorgen kann. Dazu gehören wichtige Kontakte, Branchenwissen und persönliche Erfahrungswerte”.

Auch wir sehen die Bedeutung der Vernetzung für die Förderung innovativer Unternehmensgründungen und versuchen mit dem Seedlounge-Projekt und seinen Events dazu beizutragen. In diesem Sinne freuen wir uns sehr auf die Veranstaltung am kommenden Mittwoch.

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Kandidatenauswertung nach Projektschwerpunkten zeigt Fokus auf Nischenmärkten

Ich habe mir gestern abend einmal die Mühe gemacht, die Kandidaten zur Seedlounge nach Themenkategorien zu ordnen. Natürlich stellen die Einreichungen zur Seedlounge einen repräsentativen Querschnitt für die E-Commerce-Startup-Szene dar, dennoch gehen sie schon mit den Trends in diesem Bereich konform. So haben wir auch einen starken Schwerpunkt bei vertikalen Marktplatz-Konzepten – sprich Marktplätzen, die für ein bestimmtes Sortiment bzw. Marktsegment Käufer und Verkäufer zusammenbringt.

Daneben gibt es noch Service-Ansätze, die beim Prozesserlebnis des Online-Vertriebs ansetzen – so die Commerce-Services oder auch die Product-Services. Dies unterstreicht auch den Trend zum Erlebnis-Shopping, den wir für den Future Commerce SUMMIT ausgemacht haben und dort im Vorlauf zur Seedlounge diskutieren.

Nischen-Marktplätze

Hier geht es um vertikale Marktplatz-Konzepte.

Commerce-Services

Hier geht es um Nutzer- und Prozess-orientierte Software- bzw. Service-Ansätze, die den Shopping-Prozess für den Kunden unterstützen.

Product-Services

Hier geht es um Mass-Customization und persönliche Shopping-Agenten.

Sonstige