Das Mem vom “Rockstar Startup” ist derzeit in aller Munde – auch wir haben uns diesem in der Ankündigung für die Seedlounge Berlin unterworfen. Was steckt aber dahinter? Und was macht ein “Rockstar Startup” aus? Diesen Fragen möchte ich hier in einer kleinen Beitragsreihe nachgehen.
Als “Rockstars” versteht der englische Zeitgeist gerade die “Überflieger” bzw. “Outperformer” in einem Themenfeld, die es schaffen sich, sich gegenüber ihrem Wettbewerbern abzusetzen und dabei auch noch entsprechend in Szene zu setzen und “abfeiern” lassen. Im Startup-Kontext heißt das, dass “Rockstar Startup” nicht nur eine spannende Idee haben, sondern diese auch erfolgreich auf die “Straße” und zum “Fliegen” bringen können.
Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere die unternehmerischen “Umsetzungskompetenz” des Gründungsteams. Hierzu habe ich vor kurzem einen spannenden Beitrag von Don Rainey von Grotech Ventures aus dem letzten Jahr gefunden. Im Beitrag “5 Characteristics Of A Rockstar Startup CEO” beschreibt er, was Rockstar-Gründer auszeichnet:
- They know hope is not a strategy
Die Rockstar-Gründer vertrauen nicht auf einen positiven Ausgang einer Situation, sondern steuern und garantiern diese! - They don’t inspire litigation
Die Rockstar-Gründer sind immer abgesichert – und kontrollieren ihre vertraglichen Positionen. - They welcome advice
Die Rockstar-Gründer hören zu und nutzen Ratschläge und Empfehlungen für ihre Ziele. - They test, test, test
Die Rockstar-Gründer sind nicht nur vertraglich und rechtlich abgesichert, sondern auch bezüglich ihre Entscheidungsfindung. - And then they execute, execute, execute
Statt große Worte über das Geplante zu schwingen, setzen die Rockstar-Gründer ihre Entscheidungen auch unverzüglich um.
Letztendlich sind die Punkte eigentlich “Low-Brainer” – die anders formuliert auch in klassischen Management-Büchern zu finden sind, aber in dieser Auflistung doch eine gewisse Attraktivität besitzen. Am Ende des Tages ist es sicherlich immer das Zusammenspiel von Geschäftsmodell und Umsetzungskompetenz, um ein Startup zum “Fliegen” und damit zum “Rockstar-Startup” zu machen.
Folgt man den Feststellungen bedeutet dies aber auch, dass der Gründer bzw. das Gründungsteam die Geschäftsaktivität vollends durchblicken – sprich in allen Einzelheiten und nicht nur in seiner Idee. Dies führt wiederum zur Fragestellung, ob der Gründer eher ein “Generalist” oder “Spezialist” sein muss, um die Geschäftsaktivität erfolgreich zu machen. Im YCombinator-Forum lässt sich zu dieser Fragestellung die Antwort finden, dass der erfolgreiche CEO das Mindset eines Umsetzer haben muss, sowohl “Generalist” als auch in Teilen “Spezialist” sein muss und vor allem ein “Talent Magnet” für die richtigen Team-Mitglieder.
Was ist Eure Meinung zu diesem Thema?




