Wir wollen unseren teilnehmenden Startups aber natürlich auch allen Anderen ein paar Tipps für den so genannten “Elevator Pitch” geben. Der Elevator Pitch ist in vielen Startup-Veranstaltungen und sonstigen Startup-Präsentationsmöglichkeiten das gesetzte Format. Wie macht man es also richtig?
Legt man die Beschreibung von Wikipedia zugrunde, dann bezieht sich der Name und die Länge des “Elevator Pitch” auf die kurze Fahrtzeit in einem Fahrstuhl (ca. 30 Sekunden), während dessen jemand seinem Chef seine neuen Ideen präsentieren kann.
Zugegeben: 30 Sekunden sind für unsere Veranstaltung dann doch etwas knapp bemessen. Aber die Kernaussage bleibt bestehen: kurz, knackig und auf den Punkt zählt mehr als 1000 Worte. Der Elevator Pitch richtet sich in unserem Fall an Privatinvestoren, Business Angels, Vertreter von Venture Captital-Firmen, anderen Startups und dem sonstigen Publikum vor Ort. Es geht hier um ausführliche Präsentation des Geschäftskonzeptes, sondern um das “Mitnehmen” auf die Reise in die Startup-Idee.
Daher nochmals: “In der Kürze liegt die Würze”. So sollten die Zuhörer nicht mit vielen Zahlen und Historien quält, sondern emotional für das zu lösende Problem und das Versprechen des Startups an seine Nutzer bzw. Kunden in den Bann gezogen werden. Im Wikipedia-Beitrag wird auf das AIDA-Konzept verwiesen, wobei uns das etwas zu technokratisch rüberkommt. Inhaltlich sehen wir folgende Punkte, die im Pitch vermittelt werden sollten:
- Problemstellung und Ansatzpunkt für Startup-Idee
- Lösungskonzept und Kundenversprechen der Startup-Idee
- Team & Vision für die Entwicklung der Startup-Idee
- Ansatzpunkte für das Erlösmodell (womit wird Geld verdient?)
- Status-Quo und Grund für Kapitalsuche
Wichtig ist, dass die Startup-Idee faszinierend rüberkommt. Insbesondere für die Seedlounge und deren Ablauf (öffentliche Abstimmung für die Teilnahme an der Finalrunde) ist es wichtig, dass ein “klares” Bild von der Idee und dem Konzept in den Köpfen der Zuhörer entsteht. Die emotionalisierte Darstellung der Problemstellung und die präzise Vorstellung des Lösungsansatzes sind daher enorm wichtig.
Als Beispiel möchten wir auf den Pitch von Leo Sauermann von Gnowsis bei der ersten Seedlounge in München verweisen. Hier sind sowohl gute aber auch weniger gute Stellen im Vorgehen zu finden:
Am Anfang wird das Wichtigste auf den Punkt gebracht verliert. Dann verliert sich Leo Sauermann aber (ca. 3 Minuten lang) in Einzelheiten. Ab Minute 4 wird es wieder klarer – hier werden präzise die Alleinstellungsmerkmale aufgezeigt und wir erfahren wohin es mit Gnowsis gehen soll. Am Ende geht der Sprecher auf das Geschäftsmodell ein, was für den Pitch viel zu weitgehend ist. Statt der damaligen vordefinierten 6min überzieht Leo Sauermann auf 7:35 min – da wir in Hamburg strikt auf die Zeiten achten müssen, werden wir dort viel “härter” abbrechen.
Ich hoffe die Tipps konnten ein wenig helfen und ich freue mich auf Eure Kommentare und Ideen worauf Ihr bei einem Elevator Pitch Wert legt oder Wert legen würdet.









